Der Begriff „Pillar Pages“ (pillar = englisch für Säule) beschreibt ein relativ neues Instrument in der SEO-Szene. Auf einer solchen Seite werden Inhalte zu einem bestimmten Unterthema der Website zusammengefasst. Weiterführende Blog-Beiträge werden kurz angeteasert und verlinkt, umgekehrt führt ebenso ein Link zurück. Im Gegensatz dazu ist ein Content Hub die zentrale Anlaufstelle für sämtliche Inhalte der Website. Natürlich hätte man alles auch auf einer einzigen Unterseite untereinanderschreiben können. Besser ist es jedoch, die Inhalte in kleinen Häppchen zu servieren. Diese Form ist in unserer schnelllebigen Zeit einfach bekömmlicher.

Beispiel
In einem Reise-Blog häufen sich die Beiträge zum Thema „Fliegen“ – gemeint ist die moderne Art des Reisens durch die Luft, nicht die lästigen kleinen Viecher! Hier gibt es Artikel wie „Was darf ins Handgepäck?“, „Essen im Flugzeug“ und „Flugreisen mit Kindern“. Dann bietet es sich an, dieses Themencluster in einer eigenen Seite zusammenzufassen. Natürlich geht es auch andersherum, dass man zunächst die Pillar Page erstellt und nach und nach die weiterführenden Artikel erstellt. Eine umfassende Keyword-Recherche, die auch die Longtail-Keywords erfasst, ist in jedem Fall hilfreich.

Unterschiede zu Taxonomie-Seiten
Im Gegensatz zu Kategorie- und Schlagwort-Seiten sollte eine Pillar Page nie auf noindex stehen. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die weiterführenden Seiten nicht einfach nach Schema F untereinander geklatscht sind, sondern dass sich der Redakteur ruhig etwas Mühe geben darf, die Inhalte logisch zu strukturieren und zu gestalten. Geeignete Mittel dafür sind neben grafischen Illustrationen zum Beispiel Inhaltsverzeichnisse oder Akkordeon Tabs. Gerade für letztere gibt es bei WordPress, dem Content Management-System, das die meisten Blogger nutzen, tolle Plugins für den noch relativ jungen Gutenberg-Editor.

Fazit:
Eine Pillar Page ist nicht die eierlegende Wollmilchsau für bessere Platzierungen in den SERPs (Search Engine Result Pages; auf Deutsch: Suchergebnisseiten), sie ist aber eine Möglichkeit Inhalte in einem lesefreundlichen, webtauglichen Format zu präsentieren. Sie dient letztlich der Benutzerführung, indem sie den Content übersichtlich und strukturiert darstellt. Die guten Rankings kommen dann, wenn die Texte gut sind und auch die übrigen 199 Faktoren der Suchmaschinenoptimierung Berücksichtigung gefunden haben.