Was ist die Google Bildersuche?

Neben dem Index für die organische Suche unterhält der Suchmaschinen-Konzern aus Mountain View weitere Indizes für die lokale Suche und eben für Bilder und Videos. Fotografen und andere optisch besonders affine Branchen können über die Google Bildersuche einen beträchtlichen Teil ihrer Besucherströme einfangen. Üblicherweise dauert die Aufnahme in den Index länger als bei HTML-Dokumenten und meist werden auch nicht alle auf einer Domain vorhanden Bilder erfasst. Bilder googlen ist eine praktische Möglichkeit, mehr über seinen Kontext oder den Urheber herauszufinden.

Optimierung für die Bildersuche

Um dort gut gefunden zu werden, wird empfohlen nicht die Dateinamen zu verwenden, die die Kamera oder die Stockagentur vorgeben. Stattdessen sollten relevante Keywords, getrennt durch Bindestriche oder Unterstriche integriert werden. Der Webmaster sollte demnach eine Datei wie DSC0815.jpg oder fotolia9866897.jpg umbenennen in fotograf-berlin-kreuzberg.jpg, wenn eben darauf ein Dienstleister aus dem Berliner Kiez zu sehen ist. Am besten sind möglichst individuelle Fotos, die genau für den jeweiligen Zweck geschossen wurden und nicht anderweitig im Netz auftauchen. Es liegt auf der Hand, dass tausendfach genutzte Bilder von Agenturen in diesem Zusammenhang problematisch sind. Nicht nur der gewöhnliche User, sondern auch Google findet das langweilig und positioniert derartige Aufnahmen entsprechend schlechter. Um sich von Mitbewerbern abzuheben kann es dabei sinnvoll sein Stockfotos über die Auswahl der Zuschnitte und die Verwendung von Farbfiltern zu individualisieren. Ähnliches gilt für die Gestaltung von Collagen aus mehreren Bildern. Die Nutzung von Bildunterschriften hilft Lesern einer Website, den Kontext zu verstehen. Für Sehbehinderte haben die Alt-Attribute der Bilder, auch Alternativtexte genannt, eine ähnliche Funktion. Per Screenreader können sie sich diese Texte vorlesen lassen. Bildunterschriften und Alternativtexte helfen auch Google zu interpretieren, um was es auf dem Bild geht. Nach übereinstimmenden Aussagen ist die Suchmaschine in der Lage Texte auf den Bildern mittels OCR-Technik (Optical Character Recognition) zu lesen. Die Exif-Daten (kurz für Exchangeable Image Format), die Aufnahmeparameter wie Geo-Informationen, Datum, Uhrzeit und Gerätetyp enthalten werden aber wohl nicht ausgewertet, obwohl dies technisch ohne weiteres möglich wäre. Vorteile bei der Bildersuche, haben Domains die auch in der organischen Suche gute Rankings aufweisen. In Bezug auf die Bilder kommt es neben den zuvor genannten Faktoren darauf an, die Bilder verlustfrei zu komprimieren und im passenden Format darzustellen, um eine unnötige Serverlast zu vermeiden und die Bilder auf mobilen Geräten innerhalb einer überschaubaren Ladezeit darzustellen.

Rechtliche Aspekte der Google Bildersuche

Unter Juristen wird zum Teil heftig diskutiert, wie Google Bilder im urheberrechtlichen Sinne behandelt. Während vom normalen Webmaster eine Kennzeichnung selbst dann erwartet wird, wenn er eine Aufnahme bei einer Agentur rechtmäßig für gutes Geld erworben hat, zeigt Google Bilder an ohne Urheber zu nennen. Die Richter des Bundesgerichtshofs argumentierten, dass Suchmaschinen in dieser Hinsicht eine Sonderstellung einnehmen. Immerhin sei es möglich, bei Google Bilder von der Suche auszuschließen. Fotografen nutzen die umgekehrte Google Bildersuche, um zu überprüfen, ob ihre Aufnahmen womöglich unrechtmäßig im Netz verwendet werden. Zum Bilder googlen reicht es die Datei aus dem Verzeichnis des Computers oder eine URL in den Suchschlitz zu ziehen.